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Neue Post


Zu 100 Prozent sicher sind wir uns ja nicht, jedoch gehen wir nach unseren Recherchen

davon aus, dass dieser Keller zur "Neuen Post" gehörte.



Auf alle Fälle ist es einer der faszinierendsten Keller in Moosburg.


Über die uns mittkerweile bekannte Wendeltreppe geht es ca 8 - 10 Meter in die Tiefe.


Dort angelangt stehen wir in einem kleinen Vorraum.


Insgesamt erstreckt sich der Keller über 5 Räume, der Vorraum geradeaus mit Gang und nach rechts dann jeweils noch zwei Räume.



Uns wurde gesagt, dass dieser Keller einst als Schutzraum. als Versteck, und dann sogar als Lager fürs heimische Käsewerk diente. Sieht man sich die Wände an, stellt man schnell fest, dass er auch als Partykeller oder ähnliches verwendet wurde, warum auch nicht?



Gasthof Brauerei Neue Post Poststrasse,
heute Weingraben, Radio Fernsehen Stampfl und Marien Apotheke gegründet 1633

1798 übernimmt Sebastian Leiß, Bauerssohn von Eberfing bei Weilheim die Brauerei zur Neuen Post, er war zuvor Braumeister in Haag bei Inkofen 1863 bis 1878 Josef Leiss jun. 1878 bis 1895 Anton Leiss 1895 bis 1900 Josef Münsterer 1900 bis 1908 Elise Münsterer Witwe 1909 bis 1938 Johann Gandorfer (*17.04.1858 †15.10.1939) 1938 bis 1950 Johann N. Hausner (*02.02.1884 †26.02.1950) Die Fam. Gandorfer besaß die Brauerei „Neue Post" von 1909 oder 1910 bis 1938. Sie wurde mangels eines Nachfolgers 1938 verkauft. Der vorgesehene Brauereierbe, Friedrich Gandorfer (jüngster Sohn) ist am 21.10.1914 in Flandern gefallen. Alle anderen Söhne oder Töchter hatten bereits eine eigene Gastwirtschaft oder Landwirtschaft und wollten sich mit einer Brauerei nicht belasten! Nach langer Suche um einen Nachfolger (selbst unter seinen Neffen und Enkeln) gab Herr Johann Gandorfer im Alter von 80 Jahren die Brauerei schweren Herzens auf! Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg war die Neue Post für die Moosburger nicht zugänglich, denn die Amerikaner hatten bis ca. 1949 hier ihr Militärkasino eingerichtet. Die Neue Post war ab 1925 das Vereinslokal der Moosburger Kolpingfamilie. Es wurde auch eine vereinseigene Theaterbühne eingerichtet. Bei der Vereisneugründung nach dem Krieg (Mai 1946) wurde aber der Zugang zum Lokal von den Amerikanern verweigert. Der Kolping-Vorstand hatte sogar Schwierigkeiten das vereinseigene Inventar aus der Gaststätte wieder zu bekommen. So ist auch das alte Kolpingbanner und die erste Kolping Vereinsfahne von 1869 verloren gegangen. Für die Kolpingfamilie mit ein Anlaß ein eigenes Kolpingheim zu errichten. Nach Abzug der Amerikaner erhielt die Gaststätte den Namen Rosenhof.

Quelle: http://alt-moosburg.de/brauerei_index.htm

Bilder: ARTsbyXD und Alfred Bold